Pressefestliches: Ärger für Bürgermeister Dambach

Der aus dem Westen zugezogene Rainer Dambach kandierte 2002 als gemeinsamer Kandidat für die PDS und SPD zum Bürgermeister. Mit 69 Stimmen mehr als der Kandidat der CDU wurde „Dambach für Pasewalk“, so sein damaliger Wahlspruch, gewählt.

Zehn Jahre später, Ende Juni dieses Jahres, durchsuchte die Staatsanwaltschaft nach wochenlangen Ermittlungen seine Privaträume und sein Rathausbüro: Er ist der Untreue im Zusammenhang mit dem Verkauf der Kindertagesstätte „Am Storchennest“ verdächtig.

Die Stadt Pasewalk soll mit einem Schnäppchen-Kaufvertrag die Kita, welche von der Volkssolidarität seit 1996 betrieben wurde, im vergangenen Jahr am Kreisverband vorbei für einen Euro an die damalige Kreisgeschäftsführerin der Volkssolidarität, Edith Samuel, verkauft haben. Diese vermietete die Immobilie dann weiter. Als der Sachverhalt bekannt wurde, erstattete die Volkssolidarität Anzeige und feuerte sie. Ein Gutachten aus dem Jahr 2007 wies für die Immobilie noch einen Wert von über 200.000 Euro aus, hinzu kommen monatliche Mieteinahmen von 4.188 Euro.

Da das Haus unter Wert verkauft wurde, hätte die Stadt dies dem Kreis anzeigen müssen, da derartige Geschäfte durch die Kommunalaufsicht genehmigt werden müssen. Nur bei erheblichem öffentlichem Interesse wird ein solches Geschäft überhaupt genehmigt.

Da die Verkaufsabsicht verschwiegen wurde, stellte der Landkreis Vorpommern-Greifswald ebenfalls Strafanzeige. Der Amts- und Würdenträger Dambach gab sich betrübt und wies die Vorwürfe gegen sich zurück. Er sei von der ehemaligen Geschäftsführerin selbst getäuscht worden.

Rainer Dambach | Bürgereister der Stadt Pasewalk

Rainer Dambach | Bürgereister der Stadt Pasewalk

Nur zwei Tage nach den dambachschen Negativschlagzeilen erschien auf der Internetseite der Stadt Pasewalk der Aufruf zur Gründung eines Aktionsbündnisses gegen das Pressefest der Deutschen Stimme an 11. August, unterzeichnet von Dambach persönlich. Und schon gabs wieder ein paar „positive“ Zeilen über ihn. Die Veröffentlichung könnte diesbezüglich durchaus mit Kalkül platziert worden sein.

Allerdings flatterte ihm auch eine Unterlassungsaufforderung ins Haus, die Verwaltung hat sich im Meinungsstreit neutral zu verhalten. Gegenüber der taz verlautete er noch, man habe sich „natürlich“ dagegen gewehrt, von der städtischen Netzpräsenz ist der Aufruf allerdings bereits verschwunden. Es sind zwar keine Hunderttausende, aber ein paar hundert Euro dürfte Dambach in der Angelegenheit die Stadt gekostet haben.


 
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4 Kommentare

  1. Rainer Darmbruch´s Bauchschmerzen werden noch größer sein, wenn er hinnehmen muss, daß es seine Hampel”mann”truppe nicht mal von Ortsausgang bis zur Pommernscheune schafft. Vielleicht sollten wir es aus unseren Autos und Bussen Bonbons und Lutscher regnen lassen, damit die 5-Köpfige “Menschen”kette bei Laune gehalten wird. Wie beim Karneval, mit dem Slogan : “Lutscher für die Lutscher”

  2. Unvorstellbar, dass er noch im Amt ist. Zumal es nicht das erstemal ist, laut wik….Aber die gute Verklemmtheit der Pasewalker – Laut schimpfen – Leise wählen!

    Daumen hoch!

  3. Wir haben unsere eigenen Bonbons!!!

    Ps: welche Pommernscheune?

  4. Einen Maulkorb hat er jetzt, fehlt nur noch der Leinenzwang!
    Ich wüsste auch schon,wer mit ihm Gassi gehen könnte :-)
    Beim NRD wird sich künftig jemand ganz allein und verlassen fühlen, weil sein homosexueller Freund und Kulturbereicherer vorerst eine Bereicherung für ebenso geartete Gefängnisinsassen sein wird.

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