Stavenhagen knickt vor Punks ein

Nach Informationen der Ostseezeitung hat die Stadt Stavenhagen am Vormittag überraschend die sogenannte Soli-Party für das Force Attack genehmigt. Der Veranstalter Irme Sonnevend behauptet, er habe eine Reihe von Auflagen bekommen, die er alle erfüllen könne. Es werden etwa 2000 Besucher erwartet. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.

In der Vergangenheit mußte die sich mehrmals mit dem Force Attack beschäftigen. So kam es mehrfach zu Vergewaltigungen, sexuellen Übergriffen, zu sexuellem Mißbrauch widerstandsunfähiger Personen, Diebstählen und Köperverletzungen auf dem damaligen Festivalgelände. In Behnkenhagen holzten Festivalbesucher zudem 300 Bäume ab bzw. beschädigten sie.

Woher der Sinneswandel der Behörde auf einmal kommt, ist nicht bekannt.

Ein anderer Konzerveranstalter kommentiert die Entwicklung auf der offiziellen Facebook-Seite des Force-Attacks:

“Unfassbar dass man mit so etwas durch kommt!! Eine untersagte Großveranstaltung, deklariert als Privatveranstaltung ohne jegliches Sicherheitskonzept, organisiert von einem ebenfalls getarnten, inkompetenten Veranstalter, der sich über jegliches Recht hinwegsetzt, Termine und Fristen nicht einhält und vielen ehrlich arbeitenden Menschen tausende von Euro schuldet, insolvent ist und ganz offenichtlich die eigene Szene durch den Dreck zieht…!! Ein Faustschlag ins Gesicht für jeden verantwortungsvollen Veranstalter!! Ich habe in den 15 jahren als produktionsleiter, Organisator und Veranstalter viel erlebt aber das macht mich absolut fassungslos!! Wenn das Punk ist, schäme ich mich jemals ein Fürsprecher dieser Szene gewesen zu sein und wenn tatsächlich eine Genehmigung vorliegt, drücke ich nach wie vor allen Verantwortlichen die Daumen dass nichts passiert, denn das geht schneller als man denkt bei so vielen Leuten!!”

Möglicher Weise hat die linke Politik im Land nachgeholfen, deren Schwarzweiß-Denken treibt immer wieder ungeahnte Blüten. Man sei sich gegenseitig entgegen gekommen, er den Behörden und umgekehrt,  sagt Sonnevend. Für das nächste Jahr kündigt er das Festival wieder „an der Küste“ an.


 
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10 Kommentare

  1. Das kann doch wohl echt nicht wahr sein… Ich bin auf die Erklärung der Stadt bei der nächsten Einwohnerfragestunde, sowie auf die Kosten, die dem Land aufgrund des Polizeieinsatzes und letztens auf die Kosten, die der Stadt aufgrund der Reinigung entstanden sind. Inwieweit die Stadtvertreter der Linken ihre Finger im Spiel hatten würde mich desweiteren interessieren. Immerhin hieß es vom Bürgermeister, dass das Dach hätte neu gemacht werden müssen und die Elektrik ebenso. Haben die das jetzt fix gemacht oder ist es jetzt nicht mehr sicherheitsrelevant? Fragen über Fragen…

  2. Hoffentlich hinterlassen die anreisenden “Herrschaften” einen besonders guten Eindruck bei der heimischen Bevölkerung.
    Diese dürfte dann um so schneller erkennen, das diese ******************, welche solchen Müll zulässt, endlich in den Orkus der Geschichte gehört.

  3. Also zu dem Kommentar von Ullrich: Wir wohnen gute 1.5 km vom Veranstaltungsort entfernt und die Musik ist trotzdem im Schlaf,- und Kinderzimmer zu hören, unser Kind kann deshalb nicht schlafen.. Ich möchte nicht wissen wie laut das für die direkten Nachbarn sein muss. Ich werde mich am Montag direkt bei unserem Bürgermeister beschweren und Kontakt mit den anderen Einwohnern aufnehmen. Vllt gibts dann hier noch einen Bericht dazu.

  4. “In der Vergangenheit mußte die sich mehrmals mit dem Force Attack beschäftigen. So kam es mehrfach zu Vergewaltigungen, sexuellen Übergriffen, zu sexuellem Mißbrauch widerstandsunfähiger Personen, Diebstählen und Köperverletzungen auf dem damaligen Festivalgelände. In Behnkenhagen holzten Festivalbesucher zudem 300 Bäume ab bzw. beschädigten sie”

    Also genau das gleiche wie auf jedem anderen Festival auch…
    (ändert nat. nichts daran, dass es trotzdem scheisse ist, abgesehen von den Baeumen..)

  5. Heute (28.07.2012) im Nordkurier Mecklenburger Schweiz
    .
    Artikel: “Stavenhagen lässt nun doch die Punker feiern”
    Von T. Bengelsdorf und I. Diesner
    > Die Reuterstadt genehmigt das Force-Attack-Festival unter strengen
    Auflagen. Ein Verbot der Party war nach der Anreise von mehreren
    Hundert Gästen offenbar nicht mehr durchzusetzen.
    .
    Ein Kommentar
    von Torsten Bengelsdorf
    Zitate:
    Der einzige Ausweg
    Es sei kein Einknicken, betont Bürgermeister Bernd Mahnke. Es ist in
    der Tat die Einsicht in eine Notwendigkeit, den jungen Leuten ihren
    Spaß zu lassen
    -
    Das ließ sich nicht mehr einfach verbieten. Und Leute nur wegen
    ihrer bunten Haare in Stavenhagen nicht mehr aus dem Zug zu
    lassen, zeigte gestern Vormittag, dass die Situation manche Be-
    hörde ziemlich überfordere.
    *
    Es bleibt abzuwarten wie das Ganze da in Stavenhagen endet.
    Als Normalbürger und braver deutscher Steuerzahler möchte
    gerne wissen, was in diesem Fall allein schon der Polizeieinsatz
    kostet. Wer bzw. welche dafür “blechen” ist sowieso schon klar!

  6. Das müsste einen gestandenen Nazi eigentlich froien – handelt es sich im gewissen Sinne doch um eine “Sonnevend”-Feier.

    (Schade das diesen hervorragenden Gag nur die Schriftleiter von Petereits Hetzblatt mitbekommen…)

  7. Nordkurier Mecklenburger Schweiz
    vom 30. Juli 2012
    .
    Artikel: “Punks feiern friedlich”
    Von Simone Pagenkopf
    .
    Zitate:
    .
    Drei Tage Party in Stavenhagen. Spuren des Force Attack-Festivals
    sind nicht zu übersehen. Stadt reagiert am Sonntag schon mal mit
    Kehreinsatz.
    -
    Sonntag früh musste Mahnke (Stavenhgn. Bürgermeister) die städ-
    tische Kehrmaschine einsetzen. So viele zerbrochene Flaschen lagen
    auf Gehweg und Straße, “das war nicht zu verantworten:”
    -
    Auch Peter Kaps, Eigentümer des Tankhauses, hatte während des
    Festivals so recht keine Ruhe und schaute immer wieder nach dem
    Rechten. Samstagfrüh musste er erst einmal Klempner-Meister Frank
    Nas rufen, weil auf den Toiletten nichts mehr ging.
    .
    *
    Es hätte schlimmer kommen können. Zum Beispiel im Tankhaus.
    Dort; bei der Pis… – und Sch… erei, war doch ein bisschen Glück
    dabei. Wären alle angemeldeten Besucher gekommen, was dann?

  8. @ Isaak
    Zitat;
    “Das müsste einen gestandenen Nazi eigentlich froien – handelt es
    sich im gewissen Sinne doch um eine “Sonnevend”-Feier.”
    .
    .
    nordkurier. de
    1. August 2012
    Artikel: “Rechnung für die Punks”
    Zitat:
    > Bürgermeister Bernd Mahnke ist indes froh, dass dieses Wochenende
    endlich vorüber ist. Dem Veranstalter will er eine Rechnung aufmachen.
    Dazu gehört die Reinigung von Straßen und des Stockar-Geländes. Dort
    lägen überall “Hinterlassenschaften” im Gras. Für drei abgefackelte Dixi-
    Toiletten soll Sonnevend aufkommen. Und auch die Reinigung der
    Waldbad-Toiletten wird Mahnke aufführen. Denn die waren nach einem
    Besuch von 350 Punkern im Waldbbad nicht mehr zu benutzen.
    .
    http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/malchin/rechnung-fur-die-punks-
    .
    *
    Das wird denn wohl eine teure “Sonnevend”- Fei – äh – “Scheißerei!

  9. @ Gerhard Vetter
    .
    Zitat: “Das wird denn wohl eine teure “Sonnevend”- Fei – äh – “Scheißerei!”
    .
    Na das denke ich nicht. Ich gehe davon aus, dass es die Stadt Stavenhagen nun endlich auch auf die lange Gläubiger-Liste der “Force Attack”-Veranstalter geschafft hat und sie darf sich somit gleich im doppelten Sinne total beschissen fühlen.

  10. @ Nazi-Wähler
    Zitat:
    ” Ich gehe davon aus, dass es die Stadt Stavenhagen nun endlich auch
    auf die lange Gläubiger- Liste der “Force Attack”-Veranstalter geschafft
    hat …”
    *
    Die meisten Stavenhagener werden wohl für einige Zeit genug von der
    “Force-Attack-Kacke” haben. Ich lebe ca. 10 Kilometer von der Reuter-
    Stadt enfernt. Wir in M. an der Peene sind zum Glück von der “F.A.K.”
    verschont geblieben. Ob der hiesige Bürgermeister das unternommen,
    sich getraut hätte wie sein Amtskollege in der Reuterstadt, möchte ich
    bezweifeln.

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