Judenfriedhof in Anklam verwüstet
In der Nacht zum Dienstag, 17. Juli, wurde der jüdische Friedhof in Anklam verwüstet. In der maroden Anlage wurden 15 Grabsteine umgeworfen. Der Staatsschutz ermittelt nun u. a. wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung.
Sieben Steine wurden von ihren Sockeln gestoßen, acht weitere einschließlich des Sockels aus der Erdverankerung gerissen. Auf dem 1940 aufgegebenen Friedhof im Osten der Stadt existieren noch 32 Judengräber.
Erst vor ein paar Wochen hatten sich Chaoten auf dem rundum erneuerten Judenfriedhof in Kröpelin ausgetobt. Täter konnten bislang nicht ermittelt werden.
Auf eine Anfrage der Linken im Bundestag gaben die Behörden 38 derartige Vorfälle im Jahr 2010 an. Obwohl 34 Delikte niemals aufgeklärt werden konnten, werden diese zu 99 Prozent sogenannten „Rechtsextremisten“ in die Schuhe geschoben. Lediglich ein Fall konnte auf ausländische Täter zurückgeführt werden, zwei Anschläge werden unter „Sonstiges“ in der Rubrik „Politisch motivierte Kriminalität“ geführt.
Zumindest in politisch orientierten Kreisen der Opposition kann eine solche Tat vollständig ausgeschlossen werden. Entweder handelt es sich also um wirklich stumpfe, nicht organisierte Einzeltäter oder aber um Effekthascherei von gänzlich anderer Seite. Die medialen Beißreflexe gegen „Rechts“ werden aber in jedem Fall bedient.
Immerhin hat Bürgermeister Michael Galander bereits ein Kopfgeld in Höhe von 300 Euro für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgelobt. Man darf gespannt sein. Und sicherlich wird es nun auch nicht mehr lange dauern, bis finanziell potente Sponsoren oder öffentliche Kassen das notwendige Kleingeld zur vollständigen Sanierung der Anlage aufgetrieben haben.
Verweis:
- Blick in die Geschichte (NK, 18.07.12)





18. Juli 2012 um 14:21 Uhr
So eine Schande, Grabschändung ist echt unter aller Sau. Würde mich nicht wenn da jemand hinter steckt um Argumentationsstoff für seinen Kampf gegen Rechts zu schaffen. Aber ich muss auch zugeben es gibt auch viele Einzeltäter die das Klischeebild aus den Medien als ihren Leitfaden haben.
18. Juli 2012 um 17:25 Uhr
Vielen Dank für diesen hervorrangenden Artikel! Genau so ist es, kein Denkender macht sich an Gräbern zu schaffen!
19. Juli 2012 um 18:47 Uhr
Heute (19.Juli 2012) im Nordkurier | MECKLENBURG – VORPOMMERN |
Seite 3
Artikel: “Restaurierung des Friedhofs ist Pflicht”
Zitat:
KRÖPELIN. Nach der Verwüstung des jüdischen Friedhofs in Kröpelin
Ende Juni hat der Bürgermeister der Stadt; Hubertus Wunschik (partei-
los), die Solidarität der Einwohner eingefordert. “Das Thema darf nicht
totgeschwiegen werden, das erfordert Zivilcourage”, sagte Wunschik.
Dazu gehöre auch, dass ein Spendenkonto zur Wiederherstellung des
Friedhofs über die Gemeindeverwaltung eingerichtet werden kann.
Der Hauptausschuss der 5000-Einwohner-Stadt hatte dies nach Worten
Wunschiks abgelehnt, da die nötigen Verwaltungsarbeiten zu hohen
Ausgaben für die Stadt führen würden. Die 17-köpfige Gemeindenver-
treterversammlung wird heute zusammenkommen. Die Restaurierung
des Friedhofs sei eine Plichtaufgabe der Stadt, betonte er.
*
Vieleicht berichtet der Nordkurier demnächst, dass die Kröpeliner in
großer Mehrheit das Thema Judenfriedhof nicht totschweigen wollen,
die erforderliche Zivilcourage haben und pfichtgemäß für die Restau-
rierung des Friedhofs spenden.
(Vorsicht, Ironie!)
22. Juli 2012 um 18:04 Uhr
Lieber Blogwart!
Auch wenn mein Kommentar zu jenen Neonazis hier nicht veröffentlicht wird, der Polizei habe ich es gemeldet in Anklam und wenn sie was damit zu tun haben, werden sie zur Verantwortung gezogen werden!
23. Juli 2012 um 16:11 Uhr
@Yehudit
Wie kommen Sie darauf das der Blogwart etwas damit zu tun haben sollte ?
24. Juli 2012 um 10:16 Uhr
Ohje!
Bitte richtig lesen!!! Ich habe mit keinem Wort den Blogwart beschuldigt! Aber genauso tun es die Rechten gern, verdrehen einem jedes Wort im Mund herum!
24. Juli 2012 um 13:27 Uhr
@ 0hje
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wo die Yehudit Recht hat, da hat sie Recht…und der Blogwart auch…. bitte Groß und Kleinschreibung beachten:
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“…wenn sie was damit zu tun haben….” bedeutet etwas anderes, als “…wenn Sie was damit zu tun haben….”
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25. Juli 2012 um 00:50 Uhr
Fehler sind menschlich, und ich gebe es zu beim lesen einen Flüchtigkeitsfehler begangen zu haben. Also nicht wie immer überreagieren, sondern erstmal abwarten
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Übrigens schreibt man Wortdreherei ja eher einer anderen Zugehörigkeitsgruppe zu.
25. Juli 2012 um 10:38 Uhr
@ 0hje
Nur unsere liebe Yehudit hat jetzt wieder ein böses Nazigespenst weniger, das sie sieht und musste mal wieder erkennen, dass die bösen “Nazis” auch nur Menschen mit ganz menschlichen Fehlern sind und keine permanenten Wortverdreher.
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ich habe kein Problem damit.
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Wir wollen hier doch niemanden beleidigen, nicht wahr liebe Yehudit? Und wenn der Blogwart mal ´ne Kleinigkeit übersieht, dann helfen wir uns doch gegenseitig?
4. August 2012 um 19:27 Uhr
Hier geht es auch um Juden und Israel. Zur Aufklärung warum Kofi Annan die ganze Welt für dumm verkauft hat, als er noch UN-President war. Hier zum Lesen: “UN-Schwindel über die “West Bank” aufgedeckt!” auf: http://www.haolam.de