LINKE steht doch nicht hinter Kinderschänder

Lübtheen im Sommer 2011. Ein verurteilter Kinderschänder will sich nach seiner Haftentlassung im Ortsteil Gößlow ansiedeln; eine Kinderbetreuungsstelle liegt in unmittelbarer Nähe. Die Anwohner sind empört, den Demokraten ist es scheißegal. Einzig die NPD greift das Thema auf und bringt es in der Stadtvertretung zur Sprache.

Andreas Theißen stellte sich entschlossen gegen die Ansiedlung eines Kinderschänders in Lübtheen

Dort stellten die volkstreuen Stadtvertreter Andreas Theißen und Marianne Pastörs einen Antrag, in welchem die Bürgermeisterin aufgefordert wurde, alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Kinder einzuleiten. Der Antrag wurde, wie immer, abgebügelt. In einer Gegenrede argumentierte die Linke-Stadtvertreterin Eveline Oertel dann, daß die Bürgermeisterin nicht zuständig wäre und zudem bereits „viele Vereine und Organisationen“ mit Aufklärungsarbeit gegen Kindesmißbrauch beschäftigt seien.

Nach Auffassung der NPD würde dies allerdings nicht ausreichen und so ließ die Opposition Flugblätter drucken, in denen das skandalöse Verhalten der Stadtvertretung noch einmal aufgegriffen und die Bevölkerung vorm Zuzug des Kinderschänders gewarnt wurde. Diese wurden binnen weniger Tage flächendeckend in der Gegend verteilt.

Im Text des Flugblattes hieß es an einer Stelle wörtlich: „Linke Stadtvertreterin E. Oertel stellt sich in Gegenrede schützend vor Kinderschänder.“

Gegen diese Darstellung klagte Oertel, da sie sich verleumdet fühlte. Das Amtsgericht verhandelte am Freitag, 22. Juni, und gab der Klägerin Recht. Gegen Einstellung des Verfahrens erklärte sich der für das Flugblatt verantwortlich zeichnende Theißen bereit, nun 600 Euro an den Kinderschutzbund zu zahlen. Zudem hat er die Verhandlungskosten zu tragen.

Linke Medien frohlockten Anfang der Woche bereits hämisch über die juristische Schlappe des NPD-Kreisvorsitzenden. Dennoch, allein die konsequente und unnachgiebige Haltung Theißens und seiner Kameraden führte schließlich dazu, daß der Kinderschänder sich eine andere Bleibe suchen mußte. Andernfalls hätte der Schaden wohl schwerlich mit ein paar Hundert Euros abgegolten werden können. Daher: Danke, Herr Theißen!

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Ein Kommentar

  1. Ein besseres Bild wäre vielleicht mal angebracht ;)

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