Stolpersteine zerschlagen

Mehrere sogenannte Stolpersteine wurden in der vergangenen Woche in Neustrelitz beschädigt. Unbekannte hatten die Messingplatten mit einem spitzen Gegenstand bearbeitet und dabei die Oberfläche arg zerbeult. Auch eine größere Gehwegplatte, in welche die Steine eingelassen waren, wurde zerstört.

Eine Fußgängerin meldete den Schaden am Donnerstag. Auffällig ist, daß die drei Stolpersteine erst am 30. April verlegt worden waren. Bis dahin war die ehemalige Residenzstadt von der neuzeitlichen Unsitte dieses Schuldkultes verschont geblieben.

Allerdings sollen bald noch weitere Stolpersteine folgen. Insgesamt sind Namen von 90 Juden bekannt, die während des Dritten Reiches zumindest zeitweilig in Neustrelitz lebten. Ginge es nach dem Willen der Demokraten, wäre bald die ganze Innenstadt mit den Gedenksteinen zugepflastert.

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6 Kommentare

  1. Die BRD – Tempel des ritualisierten Schuldkultes – und von den etablierten Politbonzen schon längst zur “Bunten Stolpersteinrepublik” umfunktioniert.
    Ob die Moralapostel dieses Staates wohl auch Stolpersteine für die Opfer des gegenwärtigen Herrschaftssystems errichten? Wohl kaum – und schon gar nicht freiwillig! Um so nachdrücklicher wird man die sich einstweilen noch unantastbar wähnenden Gesinnungswächter an ihre eigenen Untaten erinnern.

  2. Ich überlege, ob es nicht wirkungsvoller wäre, wenn man statt schnöder, langweiliger Buchstaben ein Porträt der entsprechenden Person in die Messingplatte eingraviert. Das würde dem Stolpern eine neue Qualität geben. Und – glaubt man unseren Politclowns – kommt es ja gerade auf die “neue Qualität” (von was-auch-immer) an. :mrgreen:

  3. Wie wäre es mit einer Stolperstein-Spenden-Aktion (SSA) ?
    Wer einen Stolperstein, die Installation etc. spendiert, dessen Name
    wird unten auf der Messingplatte mit eingraviert. Auf Wunsch des
    Spenders auch noch andere Angaben zur Person. Zu denken wäre
    auch an einen Stolperstein-Patenschaftsvertrag.
    (Vorsicht, Ironie!)

  4. Es gibt immer mehr Helden!

  5. @ Gerhard Vetter
    gute Idee für die Volksverräter und Fördermitteljäger…aber was passiert, wenn es ganz plötzlich mal anders kommt und deren Name steht da? Courage bei den Demokrötem? Eher nicht! :-)

  6. @ Nazi-Wähler
    Zitat:
    “. . . aber was passiert, wenn es ganz plötzlich mal anders kommt und
    deren Name steht da?”
    *
    Jesus musste damals sein Kreuz bis auf den Berg Golgatha tragen.
    Das war ja wohl schwerer, als heutzutage mit (s)einem “Stolperstein”
    auf dem Buckel bis zur nächsten Recycling-Anlage,
    (Vorsicht, Ironie dabei!)

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