Schwerin. Eine Clique antifaschistischer Gutmenschen, dazu sollen auch Stadtvertreter der Grünen zählen, traf sich am Dienstagabend, 24. Januar, um zum groß angelegten Wirtschaftsboykott gegen einen mißliebiges Bekleidungsgeschäft aufzurufen. Während es vor zwei Jahren noch zu Straßenprotesten gegen den neueröffneten „Thor Steinar“-Laden Tønsbergin der Lübecker Straße reichte, tagte man diesmal nur im Hinterzimmer.

Der Pöbel marschiert ... antifaschistischer Boykott gegen die Eröffnung eines "Thor Steinar"-Geschäfts in der Schweriner Innenstadt (Mai 2010)
An die dreißig Gestalten kamen zusammen, um weitere Möglichkeiten der Geschäftsschädigung bzw. im Idealfall der Schließung des Geschäfts auszuloten. Durch medialen Druck war in der Vergangenheit bereits der Vermieter solange bearbeitet worden, bis er schließlich eine Kündigung aussprach. Dagegen setzte sich der Ladenbetreiber jedoch juristisch zur Wehr, so daß eine endgültige Entscheidung noch aussteht.
Nichtsdestotrotz will die Demokraten-Taskforce den Protesten neues Leben einhauchen. Man debattierte erneut über Mahnwachen und möchte auf jeden Fall ein paar Flugblätter und Broschüren auflegen. In diesen Hetzschriften wird dem mündigen Bürger dann erklärt, was er gefälligst nicht zu kaufen hat. Außerdem sollen Schüler und Anwohner belästigt werden.
Am Ende des Abends versicherte man dann hoch und heilig, daß die Aktivitäten nicht wieder einschlafen, sondern diesmal von längerer Dauer sein sollen.
Als probates Mittel öffentlichen Protests empfiehlt sich übrigens die Adaption eines weltbekannten Boykott-Klassikers. Ein Protagonist wirft sich mit bemaltem Pappschild in Schale und flaniert vorm Thor-Steinar-Laden auf und ab. Darauf könnte dann geschrieben stehen: „Demokraten wehrt Euch – kauft nicht bei…“.
Verweis:
- „Keine Geschäfte mit Nazis“ (ER, 26.01.12)





27. Januar 2012 um 23:28 Uhr
Die Typen hätten sich “Storch Heinar” von der SPD ausleihen, den zur
Verstärkung mitbringen und vor dem “Thor Steinar”-Laden klappern
lassen sollen. Dann hätte das Ganze doch Sinn tund Zweck gehabt.
Fortsetzung oder Wiederholung: “Storch Heinar” gegen “Thor Steinar”.