Anwerbeversuch des Verfassungsschutzes in Parchim gescheitert
Am Donnerstag, 1. Dezember, ereignete sich ein erneuter Anquatschversuch durch Agenten des Verfassungsschutzes. Während des Müllrunterbringens bemerkte eine junge Frau, daß sich ein unbekannter Mann an ihrem Auto zu schaffen machte. Als dieser merkte, daß er beobachtet wurde, ging er zielgerichtet auf die überraschte Anwohnerin zu.
Er sprach sie mit ihrem Namen an und fragte gerade heraus, ob sie nicht ein paar Dinge über ihren ehemaligen Lebensgefährten, einen bekannten Aktivisten, loswerden wollte. Von besonderem Interesse für den offensichtlichen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes wären z. B. Informationen über die Vergangenheit, Freundeskreis oder politische Aktivitäten.
Weiterhin bot er an, daß im Falle der Zusammenarbeit eine größere Summe Geldes, eventuell sogar ein neues Auto, für sie herausspringen würde. Die Frau verneinte und ließ sich auf kein Gespräch ein!
Noch im Weggehen rief der Systembüttel ihr nach, daß sie es sich doch noch einmal überlegen solle und er in der nächsten Woche erneut vorbeikommen wolle.
Der dubiose Anwerber war etwa 30 Jahre alt, 180 cm groß und von sportlicher Statur. Als weitere auffällige Kennzeichen wurden Glatze und Kinnbart zu Protokoll gegeben.
Selbst nach der Verwicklung von Verfassungsschutzagenten in die NSU-Dönermorde schreckt dieser dubiose Geheimdienst nicht davor zurück, weiterhin oppositionelle Zusammenhänge zu infiltrieren, zu kriminalisieren und außerdem zersetzend im privaten Umfeld tätig zu werden.
Größtmöglichen Schutz vor den kriminellen Machenschaften der Systemdienste bieten Veröffentlichungen zu solchen Anwerbeversuchen.
Hintergrund
Aufgabe des Verfassungsschutzes ist es, möglichst viele Informationen über „Extremisten“ oder Verfassungsfeinde zu sammeln. Als Geheimdienst steht dem Verfassungsschutz eine Reihe von Überwachungsmöglichkeiten zur Verfügung, er hat allerdings keine polizeilichen Befugnisse. Der Verfassungsschutz arbeitet allerdings mit der Justiz und der politischen Polizei zusammen, nicht selten liefert er „Erkenntnisse“ zur konkreten politischen Verfolgung Andersdenkender.
Spitzel sind verhältnismäßig kostengünstige Informationsquellen für den Apparat. Die Kontaktaufnahme erfolgt meist zu zweit und unangekündigt. Den Opfern wird regelrecht aufgelauert. Die Beamten stellen sich lieber als Mitarbeiter einer Behörde vor, nur daß sie vom Verfassungsschutz kommen muß man ihnen aus der Nase ziehen. Ziel der Verfassungsschützer ist es Informationen über politische Strukturen, Zusammenhänge oder Aktionen zu bekommen. Die angewandten Mittel sind dabei beliebig: Bestechung, Verständnis, Sympathie, Bedrohung oder Erpressung.
Grundsätzlich kann jeder das Ziel eines Anwerbeversuches werden. Meist trifft es jüngere Kameraden aus einem politischen Umfeld. Der Verfassungsschutz informiert sich vor einer Kontaktaufnahme sehr gut über seine Opfer. Aus der individuellen Situation sollen Schwachstellen gefunden werden, die dann ausgenutzt werden sollen.
Im Gespräch wird dem Opfer bewußt mitgeteilt, daß die Behörde über Informationen aus dem privaten Bereich verfügt, wodurch es verunsichert und eingeschüchtert werden soll. Dann folgt meist ein Angebot, die Hilfe aus einer finanziellen Notlage, die Finanzierung des Führerscheines, Hafterleichterungen was auch immer. Wer auf Geschenke nicht reagiert, wird dann meist unter Druck gesetzt: „Sie verspielen ihre Zukunft“.
Betroffene sollten nicht den Fehler machen, man könne den VS-Beamten etwas vormachen, es handelt sich um geschultes und professionell ausgebildetes Personal. Da niemand zufällig ausgewählt wird, kann davon ausgegangen werden, daß sie bestens über die angesprochene Person bescheid wissen. Sie ist auch nicht die direkte Zielperson der Repression, sondern soll die Quelle werden.
Angesprochene sollten umgehend solche Anwerbeversuche in Rücksprache mit ihren Zusammenhängen öffentlich machen. Der Volksmund weiß, daß Geheimdienste das Licht scheuen, daher erscheint Öffentlichkeit als einziges Mittel gegen weitere Anwerbeversuche.





13. Dezember 2011 um 23:03 Uhr
Wie heißt es doch so schön?
DER VERRAT WIRD GELIEBT ABER NIEMALS DER VERRÄTER!