Der Mut zum Sein

(sb) Nietzsche wusste: Mut in der Partei? – Die armen Schafe sagen zu ihrem Zugführer: „Gehe nur immer voran, so wird es uns nie an Mut fehlen, dir zu folgen.“ Der arme Zugführer aber denkt bei sich: „Folgt mir nur immer nach, so wird es mir nie an Mut fehlen, euch zu führen.“

Mut ist, zu streiten, ein Seelenempfinden, das sich durch die Vorstellung drohender Gefahren nicht schrecken lässt, sondern vielmehr dieselbe zu energischer Gegenwehr und tapferem Entgegengehen beflügelt, also das Gegenteil von Feigheit. Mut ist eine Waffe, ein Gefühl, das aus tiefer Entschlossenheit für eine Sache entsteht, die Furchtlosigkeit in Gefahren, welche dem Bewusstsein eigener sittlicher Kraft entspringt.

Tapferkeit und Opfermut sind lebensgesetzlicher Mut, in dem, was Pflicht gebietet, selbst den Verlust des eigenen Lebens für das Ganze nicht zu scheuen. Der Mut kann ebenso durch Vernunft erweckt werden und wahre Tapferkeit sein; die sittliche Notwendigkeit einer Handlungsweise. Der Mutige begibt sich ruhig in Gefahren, die er nicht vermeiden kann. Auch zeigt sich Mut nicht nur in der Unverzagtheit in Gefahren, sondern auch im Übernehmen schwieriger oder unangenehmer Aufgaben, sich selbst zu prüfen und zu verbessern, in der Verantwortung der Leitung und Führung von Menschen.

Der Mut ist dabei die Mitte in Bezug auf solches, was bei anderen Bejahung hervorruft, wenn es zielstrebend und richtig ist. Das Ziel, keine Gefahr durch Vorleben und Führen zu scheuen, vor keiner Übermacht zu resignieren, keine lebensfeindlichen Missstände zu dulden und die Schandtaten deren Verursacher nicht tatenlos hinzunehmen.

Wenn man aber einer schier glaubhaft „unlösbaren“ Aufgabe entgeht, oder aus ichbezogenen Gründen davor resigniert, so verrät das nicht den Mutigen, sondern den Feigen. Es offenbart die eigene Weichlichkeit die Widerwärtigkeiten ohne Gegenwehr hinzunehmen. So ist der Mutige nicht. Den gefahrlosen und leichteren Weg einzuschlagen, ist Feigheit. Der Mutige handelt aus dem Beweggrund der Sittlichkeit gegen das Schandfeld, das ihn umgibt. Mut ist nicht, die anderen in die erste Reihe zu stellen und sich selbst zurückzuziehen, Mut ist, ihnen mit Beispiel voranzugehen, um mit ihrer Bejahung den Gefahren und Widerwärtigkeiten lebensfeindlicher Einflüsse zu trotzen.

Und Mut ist kein Zwang, sondern ein Gefühl, das nicht zu erzwingen ist, aber wenn man ihn spürt, Großes und Bleibendes vollbringen kann.


 
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Quelle| http://senftenberger.blogspot.com
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Ein Kommentar

  1. Ja dann zeigt doch endlich mal MUT und versteckt euch nicht hinter eurem Pseudo Widerstandskampf inform von Wahlen, Demos und Propaganda verbreitung…

    Davon wird Deutschland niemals befreit…

    nur die wahrhaftigen Helden bekommen der Walküren geleit !!!!!!!

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