Der sozialdemokratische Widerstandsgeist

Im Zuge des NPD-Verbotsverfahren und V-Mann-Skandals im Februar 2002 hatte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Ludwig Stiegler, den Oppositionsparteien CDU/CSU und FDP vorgeworfen, ihre Vorläuferparteien hätten Hitler verharmlost und mit an die Macht gebracht. Er sprach von “historischer Schuld”.

Der 1944 geborene Rechtsanwalt hätte sich lieber genauer mit der Geschichte der eigenen Partei und deren Verhalten um 1933 befassen sollen. Die SPD Führung hatte Hitlers Machtergreifung in den ersten Wochen als verfassungsmäßig und parlamentarisch fundiert beurteilt.

Für die Aufhebung des Verbots ihrer Zeitungen forderte Herman Göring, daß die “Hetze in den sozialdemokratischen Blättern des Auslandes” aufhören müsse, worauf die Partei am 30. März 1933 ihren Austritt aus der Sozialistischen Arbeiter Internationale erklärte.

Am 17. Mai 1933 stimmte die SPD-Reichstagsfraktion einstimmig der außenpolitischen Erklärung Hitlers (auch Friedensrede genannt) zu.

Otto Wels der mit seiner Ablehnung der Ermächtigungsgesetze zum Symbol sozialdemokratischer Standfestigkeit wurde, wandte sich zugleich im Reichstag gegen die “Übertreibung” der ausländischen Presse angesichts des NS-Terrors.

Die SPD brachte 1933 ebenso keinen Antrag in den Reichstag ein womit die beiden nach denn Reichstagsbränden erlassenen Notverordnungen vom 28 Februar 1933 wieder aufgehoben werden sollten.

Gegen die beiden Gesetze zur “Gleichstellung der Länder mit dem Reich” vom 31. März 1933 und 7. April 1933 erfolgte ebenfalls kein Widerstand seitens der SPD.

Das gleiche Verhalten legten auch die Gewerkschaften an den Tag, die in ihren Reden am 1. Mai 1933, dem neuen Tag der Nationalen Arbeit, das Führerprinzip vertraten und die neue Einheit der Nation sowie die Überwindung der Klassengegensätze und des Klassenkampfes feierten.

Bleibt festzuhalten, daß es wenig Grund für die Sozialdemokratie gibt das “Versagen” der bürgerlichen Parteien zu beklagen.


 
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Quelle| Der große Wendig
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2 Kommentare

  1. Na die Liste von Opportunismus und Verrat in der SPD ist doch noch viel, viel länger und sind es nicht die Roten, die gerade wieder dabei sind an die “Rockefeller, Rothschilds, Bilderberger & Co.” alles das zu verschachern und zu verscherbeln, was ihre Großeltern unter Einsatz ihres Lebens erkämpfte haben?
    .
    Für ein Pöstchen im Parlament sind die für Rente mit über 70, deutsche Soldaten auf anderen Kontinenten und verschachern doch am Ende noch ihre eigene Mutter…
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    Ich war einmal überzeugter Sozialdemokrat, des Programms wegen und wegen solcher Menschen wie August Bebel und Willy Brandt. Aber die beiden würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sehen könnten, was aus ihrem Lebenswerk gemacht wurde und welche Polithuren da am Ruder sind. .
    Für mich ist das alles nur noch charakterloses, käufliches und dummes Pack.
    Ich kenne in Deutschland derzeit keinen einzigen Sozialdemokraten, dem ich das Prädikat “Politiker” verpassen würde…nachdem nun auch ein Helmut Schmidt bei den Bilderbergern mitmacht, ebenso wie der Gabriel und der Steinbrück, zusammen mit dem Copyminister von und zu Guttenberg von den Schwarzen….sie wollen alle nur noch ihre Weltregierung “made in USA”, ebenso wie die tief gläubige FDJ-Sekretärin im Kanzleramt….Pfui.

  2. Man darf auch nie vergessen: die ersten deutschen Soldaten wurden von Rot-Grün in den völkermordenden Krieg geschickt. SPD – Kanzler Gerhard “Gazprom” Schröder boxte die “Agenda 2010″ durch, die Arbeitslose um die Früchte ihrer Arbeit beraubte und sie zu willenlosen Lohnsklaven (Hartz IV) degradierte. Jetzt schreit die SPD nach “Gerechtigkeit” und “guten Löhnen für gute Arbeit”. Schade nur, daß den Sozialdemokraten solch gute Ideen niemals kommen, wenn sie an der Regierung sind.

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