Zahl der Bürgerbüroanschläge knackt Vorjahreshoch

Die Anschlagsserie auf Bürgerbüros reißt nicht ab. Mittlerweile werden beinahe im Wochentakt neue Übergriffe auf die ungeliebten Schaltzentralen der demokratischen Fronvögte verübt. In der Nacht zum Dienstag, 13. Juli, rückte nun erstmals der Rostocker Nordwesten in den Fokus.

Im Stadtteil Lütten Klein befinden sich mit den Bürgerbüros von Reinhard Dankert (SPD) und Wolfgang Methling (PDS) gleich zwei Einrichtungen von Landtagsabgeordneten in unmittelbarer Nähe. Unbekannte Täter versprühten vor dem Eingangsbereich des Hauses einen „diffamierenden Schriftzug“, der sich über eine Länge von drei Metern erstreckte. Zudem wurden die beiden Büroschilder an der Hauswand ebenfalls mit silberner Farbe übersprüht.

Nur eine Woche zuvor wurden in Güstrow beim SPD-Fraktionsvorsitzenden und „Terrorismus“-Bekämpfer Norbert Nieszery die doppelt verglasten Fensterscheiben eingedroschen. Wenig zimperlich nutzte man dazu handfeste Steine.

Die amtliche Statistik listet für das laufende Jahr bereits 28 Zwischenfälle auf und übertrifft damit den Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich. 2010 wurden insgesamt 44 Anschläge verübt. Ungeachtet der Qualität war darin vom Aufkleber bis zur Totalentglasung alles enthalten.

Nicht nur Landtagsmegäre Bretschneider versteigt sich nun in Mutmaßungen über rechtsextremistische Trittbrettfahrer und nebulöse Nazinetzwerke. Am liebsten würde man wohl NPD-Frontmann Udo Pastörs persönlich für die Anschläge verantwortlich machen. Andererseits erwischt es im gleichen Takt auch NPD-Bürgerbüros, was von den Lizenzmedien bewußt verschwiegen wird.

Die NPD-Fraktion bekundete schließlich als einzige Partei im Landtag den echten Willen zur generellen Ächtung politischer Gewalt. Der entsprechende Antrag wurde von den demokratischen Blockparteien abgelehnt.

Und auch in Rostock geht das Demokratentheater weiter. Am Mittwoch, 13. Juli, treffen sich die Spitzenkandidaten der Kartellparteien zur Diskussionsveranstaltung im Rostocker Rathaus. Eingeladen haben die Wirtschaftskammern und –verbände der Region; die NPD ist ausgeschlossen worden. Allerdings ist der Eintritt frei und ab 18 Uhr für jedermann zugänglich. Anwesend sein werden Erwin Sellering (SPD), Lorenz Caffier (CDU), Helmut Holter (PDS), Gino Leonard (FDP) und Jürgen Suhr (Grüne)

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