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Anmerkungen aus gegebenem Anlaß ­– beim Muttertag geht es um Mütter und Kinder

(ds) In Deutschland wurde der Muttertag 1923 aus rein kommerziellen Gründen (Blumenverkauf) eingeführt. 1933 wurde er offizieller Feiertag (am dritten Sonntag im Mai) als »Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mutter«.

1938 wurde der Ehrung der Mütter durch Einführung des Mutterkreuzes (in Bronze für vier Kinder, in Silber für sechs, in Gold für acht) weiterer Nachdruck verliehen.

Seit 1945 gibt es keine solche Ehrung für Mütter, obwohl gerade die vielen Kriegerwitwen, vertriebene und ausgebombte Mütter, die ihre Kinder unter größten Entbehrungen großziehen mußten, eine Ehrung verdient hätten. Aber diesen Müttern, die so viel geleistet haben, wird für die Rente sogar nur ein Jahr pro Kind angerechnet, den heutigen Müttern drei Jahre.

Beim siebten Kind übernimmt heutzutage der Bundespräsident auf Antrag eine Ehrenpatenschaft mit einem einmaligen Patengeschenk von 500 €. Für jede Familie gilt diese Patenschaft nur einmal – ist sie z.B. beim siebten Kind beantragt worden, kommt sie bei der Geburt weiterer Kinder nicht mehr in Betracht. 2010 berichteten die Medien, daß der (CDU-) Bürgermeister eines Ortes in Mecklenburg sich weigerte, die Ehrenurkunde des Bundespräsidenten zu überreichen, weil die Familie eine »mutmaßlich rechtsextreme Einstellung« hat…

Fragwürdige finanzielle Gründe

In der ehemaligen »DDR« wurde statt des Muttertages der internationale »Frauentag«, der kommunistischen Ursprungs ist, im März gefeiert. Im Westen wird der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai begangen. An diesem Tag wird heute vielerorts z.B. in Gaststätten allen Frauen eine Rose überreicht. In den Kindergärten und teilweise auch Grundschulen basteln die Kinder kleine Geschenke für die Mutter. In Amerika, wo die ersten Ansätze für einen Muttertag – natürlich auch nur aus kommerziellen Gründen – zu finden sind, stehen heute noch Geschenke im Vordergrund.
Auch noch lange nach 1945 war es üblich, daß die Mutter zu Hause blieb und ihre Kinder erzog und der Vater für den Lebensunterhalt der Familie sorgte. Deswegen gab es früher auch mehr deutsche Kinder – denn als Mutter von vier oder mehr Kindern hat man genug in der Familie zu tun und keine Zeit, daneben noch berufstätig zu sein.

Und eigentlich ist das Argument vieler Frauen, aus finanziellen Gründen arbeiten gehen zu müssen und daher auf (weitere) Kinder zu verzichten, wohl auch nur vorgeschoben. Früher ist man eben nicht mehrmals im Jahr in Urlaub gefahren, auf die Malediven oder nach Kuba geflogen, auch nicht übers Wochenende nach Mallorca, sondern höchstens mit der Familie mal im Sommer nach Italien oder Spanien. Die Prioritäten waren andere.

Man hat sich auch nicht von »fast food« ernährt, sondern die Mutter hat gekocht und damit ihre Familie gesünder ernährt. Die Folgen davon waren, daß es weniger übergewichtige Kinder gab, die körperlich leistungsfähiger waren und z.B. nicht – wie heute oft erlebbar – schon nach einem Kilometer zu Fuß schlapp machen. Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen und daraus resultierend Frust und Aggressivität waren weitgehend unbekannt.

Forderungen an die Politik

Erst wenn der Leistung einer Mutter wieder mehr Anerkennung zuteil würde – neben einer größeren finanziellen Unterstützung – besteht die Hoffnung, daß wieder mehr deutsche Frauen zur Mutterschaft bereit sind und auch mehr als ein oder zwei Kinder wollen. Da es längst auch wissenschaftlich erwiesen ist, wie wichtig die Bindung des Kindes vor allem in den ersten drei Jahren an die Mutter und die Familie ist, müßte es Ziel nationaler Politik sein, den Müttern zu ermöglichen und sie dazu zu ermutigen, für ihre Kinder da zu sein und ggf. auch vorübergehend finanzielle Opfer durch Verzicht zu bringen. Es geht so schnell, daß Kinder groß werden – und dann ist noch viel Zeit, das nachzuholen, was man wegen der Familie zurückgestellt hat.

Edda Schmidt


 
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Quelle| http://www.deutsche-stimme.de/
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