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	<title>MUPINFO.de &#187; Geschichte</title>
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	<description>Nachrichten für Mecklenburg und Pommern</description>
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		<title>Hermann von Salza</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 06:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Mark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Deutschritterorden war 1190 auf dem dritten Kreuzzug gegründet worden. Sein Zweck war es, Rittertum und Christentum miteinander zu verbinden. Doch der missionarische Eifer trat rasch in den Hintergrund –... <a class="meta-more" href="http://www.mupinfo.de/?p=19965">weiterlesen <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutschritterorden war 1190 auf dem dritten Kreuzzug gegründet worden. Sein Zweck war es, Rittertum und Christentum miteinander zu verbinden. Doch der missionarische Eifer trat rasch in den Hintergrund – der Orden trachtete nach weltlicher Macht und Herrschaft.</p>
<p>Nachdem Palästina verloren war, begann der Orden, seinen Einfluss in Europa durchzusetzen und unterstützte König Andreas von Ungarn im Kampf gegen die Angreifer aus der Walachei. Hermann von Salza begann damit, Siebenbürgen mit deutschen Bauern zu kolonisieren und das Land zu gewinnen.</p>
<div id="attachment_19982" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2013/03/Hermann_von_Salza_Painting.jpg"><img class="size-full wp-image-19982" title="Hermann_von_Salza_Painting" src="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2013/03/Hermann_von_Salza_Painting.jpg" alt="Hermann von Salza, Hochmeister des Deutschen Ordens | Quelle: Wikipedia" width="300" height="443" /></a><p class="wp-caption-text">Hermann von Salza, Hochmeister des Deutschen Ordens | Quelle: Wikipedia</p></div>
<p>Der aus Thüringen stammende Hermann von Salza war der bedeutendste Hochmeister des Deutschritterordens. Unter seiner Führung galt der Einzelne im Orden nichts &#8211; Höchstwert war die Idee des Staates. Dieser Grundsatz vererbte sich durch die ganze preußische Geschichte hindurch &#8211; durch dieses Preußen, dessen Lehnherr Hermann von Salza durch den deutschen Kaiser 1226 wurde. So geht es auf ihn zurück, dass das spätere Preußen ein Deutschland bilden konnte.<br />
Er vermittelte mehrfach zwischen dem deutschen Kaiser Friedrich II., mit dem er eng befreundet war, und dem Papst. Seinem Einfluss ist es zu verdanken, dass Lübeck 1226 vom Kaiser zur reichsdeutschen Stadt erhoben wurde und so später die Führung der deutschen Hansa übernehmen konnte.</p>
<p>Sein ferneres Ziel aber war die Eindeutschung des Weichsellandes – hierfür suchte er starke und mächtige Befürworter, reiste unablässig durch das Reich und gewann endlich Verbündete in Lübeck, Magdeburg und Meißen. Von dort bekam er die besten Kräfte des Reiches zu seiner Verfügung und gründete ein Netz von Verbindungen und Freundschaften im Weichselland. Dann nahm er den Kampf auf, gründete 1231 Thorn, 1232 Kulm, 1233 Marienwerder. 1236 siegten verbündete Truppen aus Deutschen, Polen und Schlesiern in der Nähe von Elbing über die Pomesianer – anschließend wurde die Haffküste erobert und Balga gegründet.</p>
<p>Dann wurden Kurland, Livland und Estland von den Rittern mit dem schwarzen Kreuz und den weißen Mänteln erobert. 1310 erwarb der Orden das Herzogtum Pommerellen mit Danzig. 1239 starb Hermann von Salza. 1402 erwarb der Orden die Neumark. Das Gebiet erstreckte sich bis zum Finnischen Meerbusen – das führte zu Spannungen mit den Polen.</p>
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		<title>Politisch korrekter Ponyhof</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 07:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frithjof Zuehlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg und Pommern]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[... reitet für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[1928]]></category>
		<category><![CDATA[Amsterdam]]></category>
		<category><![CDATA[Carl-Friedrich von Langen]]></category>
		<category><![CDATA[Dressurreiter]]></category>
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		<category><![CDATA[Reitturnier]]></category>
		<category><![CDATA[Willy Birgel]]></category>

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		<description><![CDATA[Säuberungsaktion gegen mecklenburgischen Olympiasieger Reitsport hat Tradition. Ein Mecklenburger, Carl-Friedrich von Langen (1887 – 1934), hat daran besonderen Anteil. Der kriegsversehrte Rittmeister aus dem Ersten Weltkrieg gewann bei den Olympischen... <a class="meta-more" href="http://www.mupinfo.de/?p=23895">weiterlesen <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Säuberungsaktion gegen mecklenburgischen Olympiasieger </b></p>
<p>Reitsport hat Tradition. Ein Mecklenburger, Carl-Friedrich von Langen (1887 – 1934), hat daran besonderen Anteil. Der kriegsversehrte Rittmeister aus dem Ersten Weltkrieg gewann bei den Olympischen Spielen 1928 gleich zweimal Gold für Deutschland.</p>
<p>Noch heute wird im Dressurreiten nach seinen Grundsätzen gelehrt. Ein Mann mit Idealen, dessen Lebenswerk schon 1941 verfilmt wurde („… reitet für Deutschland“ mit Willy Birgel u. a.).</p>
<p>Bislang wurde sein Andenken auch beim internationalen Reitturnier auf dem Landgestüt Redefin bewahrt. Dort treffen Reitsportler aus aller Welt zusammen, um vor historischer Kulisse ihr Können unter Beweis zu stellen. Dem Gewinner winkt der Freiherr-von-Langen-Preis, laut Veranstalter <i>„Europas vielseitigstem Reiter und Mecklenburgs erstem Olympiasieger“</i>.</p>
<div id="attachment_23896" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><a href="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2013/03/von_langen.jpg"><img class="size-full wp-image-23896" alt="Carl-Friedrich von Langen, Olympiasieger von 1928" src="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2013/03/von_langen.jpg" width="590" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Carl-Friedrich von Langen, Olympiasieger von 1928</p></div>
<p>Das galt zumindest bis zum letzten Jahr. Nun soll aber alles anders werden. Carl-Friedrich von Langen war nämlich Nationalsozialist (wie Millionen andere auch), Mitglied der Reiter-SA und Identifikationsfigur im Dritten Reich.</p>
<p>Obwohl er bereits 1934 an den Folgen eines Sturzes bei einem Reitturnier verstarb, spricht ihn dies in den Augen der Sudel- und Sühnerepublik nicht von Schuld frei. Oder um es mit den Worten von Johannes B. Kerner zu sagen: <i>„Autobahn geht gar nicht!“</i></p>
<p>Folglich muß die kollektive Erinnerung an von Langen gnadenlos ausgemerzt werden. Den Stein ins Rollen brachte Lene Maya Fahnenbruck. Die 30-Jährige studierte in Hamburg Wirtschafts- und Sozialgeschichte und verfaßte ihre Dissertationschrift über <a title="Werkstatt-Verlag" href="http://www.werkstatt-verlag.de/?q=node/548"><i>„Pferdesport und Politik im Nationalsozialismus“</i></a>.</p>
<p>Offensichtlich wurde die <i>„Aufarbeitung“</i> dieses <i>„dunkelsten Kapitels“</i> bislang übersehen, so daß nun selbst noch Nachgeborene in vierter Generation aus der Geschichte Kapital schlagen können. Das 400 Seiten starke Werk der Selbstkasteiung wurde nämlich verlegt und soll noch in diesem Frühjahr für schlappe 29,90 Euro im Handel erscheinen. Ein stolzer Preis für übelste Geschichtsklitterung.</p>
<p>Als nächstes sprang erwartungsgemäß der <i>Norddeutsche Rotfunk</i> auf den Zug auf. Schon im Dezember lief dort ein tendenziöser Beitrag im abendlichen Nordmagazin, der aus einer einzigen Anklage gegen den blaublütigen Olympiasieger bestand.</p>
<p>Schließlich machte der SPIEGEL den Sack zu, als er die politisch korrekt überarbeitete Lebensgeschichte abdruckte. Vom Lebenswerk von Langens blieb zwar wenig übrig, dafür agitierten die Schmierfinken aber mit propagandistischen Kampfbegriffen vom <i>„braunen Herrenreiter“</i>, einem <i>„arisch-heroischen Rührstück“</i>, <i>„tiefe[r] Verstrickung […] in das NS-System“</i> etc. pp.</p>
<p>Die altbekannten, anerzogenen Mechanismen funktionieren und der servile Geist des deutschen Untertanen ist allzeit bereit, sich auf Kommando zu distanzieren, zu entschuldigen oder Entschädigung zu leisten.</p>
<p>Um sich nicht selbst zum Abschuß freizugeben, blieb dem Veranstalter des Redefiner Turniers, Paul Schockemöhle, nichts anderes übrig, als still und heimlich den Namen von Langens aus dem Programm zu streichen. Offiziell, heißt es, weil <i>„die Gedenkzeile […] uns zu lang [war]“.</i></p>
<p>Zu den Verlierern gehören der deutsche Reitsport, der gerade seiner Tradition beraubt wird, und das Andenken an ein wahrhaft deutsches Schicksal. Obwohl; eine Natur wie Carl-Friedrich von Langen hätte ohnehin nicht auf einen politisch korrekten, demokratischen Ponyhof gepaßt.</p>
<p><strong>Anmerkung: </strong></p>
<p><em><strong></strong>Die zeitgenössische Biographie „… reitet für Deutschland“ (Clemens Laar, 1936) und den gleichnamigen Film gibt es kostengünstig auf Amazon zu erwerben. Auch der zugehörige <a title="Carl-Friedrich von Langen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl-Friedrich_von_Langen">Wikipedia-Artikel</a> wurde augenscheinlich noch nicht </em><i>„nazifiziert“. Dies dürfte aber in allernächster Zeit geschehen.<br />
</i></p>
<p><b>Verweis: </b></p>
<ul>
<li>Brauner Herrenreiter (Spiegel, 04.03.13)</li>
</ul>
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		<title>Amerikanischer Holocaust</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 19:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Hildebrandt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Agent Orange]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerung]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vietnam]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Entsetzen nahm die Öffentlichkeit im Dezember 2012 die neusten Zahlen über den amerikanischen Holocaust am vietnamesischen Volk zur Kenntnis. Nach dem Überfall der US-Amerikaner  auf Vietnam wurden mehr als... <a class="meta-more" href="http://www.mupinfo.de/?p=23655">weiterlesen <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Entsetzen nahm die Öffentlichkeit im Dezember 2012 die neusten Zahlen über den amerikanischen Holocaust am vietnamesischen Volk zur Kenntnis. Nach dem Überfall der US-Amerikaner  auf Vietnam wurden mehr als 50 Millionen Liter der hochgiftigen Chemikalie „Agent Orange“ flächendeckend von der US-Luftwaffe über das Land versprüht.</p>
<p>Dieser verbrecherische Angriffskrieg kostete 7 Millionen Vietnamesen das Leben. In der Folge wurden 4 Millionen verkrüppelte und schwerstbehinderte Kinder geboren. Weiterhin gab es zahlreiche Todgeburten und tödliche Krebserkrankungen. Noch heute, in der 3. Generation nach Kriegsende, leben 13 Millionen Schwerstbehinderte in Vietnam.</p>
<p>Auch in Zukunft werden Millionenen tote und schwerstbehinderte Kinder geboren, weil das Erbgut der Eltern durch die dioxinhaltige  Chemikalie dauerhaft geschädigt wurde.</p>
<p>Die freiheitlichen Demokraten der westlichen Wertegemeinschaft als Täter dieses US-amerikanischen Holocausts leugnen ihre unsagbare Schuld und verhöhnen die hilflosen Opfer bis auf den heutigen Tag.</p>
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		<title>Adolph von Menzel</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Feb 2013 05:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Mark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Adolph Friedrich Erdmann von Menzel]]></category>
		<category><![CDATA[Breslau]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Theodor Kugler]]></category>
		<category><![CDATA[Königliche Akademie der Künste]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Realist]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 8. Dezember 1815 wurde Adolph Friedrich Erdmann von Menzel im preußischen Breslau geboren. In Knabenjahren folgte mit seinem Vater die Übersiedlung nach Berlin. Schon früh zeigte sich seine künstlerische... <a class="meta-more" href="http://www.mupinfo.de/?p=19957">weiterlesen <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 8. Dezember 1815 wurde Adolph Friedrich Erdmann von Menzel im preußischen Breslau geboren. In Knabenjahren folgte mit seinem Vater die Übersiedlung nach Berlin. Schon früh zeigte sich seine künstlerische Begabung, obwohl er niemals Unterweisung im Zeichnen bekommen hatte. Menzel war sein eigener unbestechlicher Lehrer. Er prüft und verwirft seine Werke nach einem unerschütterlichen Urteil. Als Erstes lernt er Geradheit, Schärfe und Ehrlichkeit an seinem eigenen Schaffen. Diese knappe Strenge drückt in seinem ganzen Leben ihr Zeichen auf.</p>
<blockquote><p><em>Genie besteht aus 99 Prozent Transpiration und einem Prozent Inspiration.</em></p></blockquote>
<p>1839 erhält Menzel den Auftrag zu Illustrationen einer mehrbändigen &#8220;Geschichte Friedrichs des Großen&#8221; von Franz Theodor Kugler. In den folgenden Jahren fertigt er dazu mehr als 400 Zeichnungen an. In diesen zeichnerischen Werken schuf er das offizielle Bild der preußischen Geschichte zur Zeit Friedrichs des Großen. Mit diesen beeindruckenden Werken wurde Menzel zudem einer breiten Öffentlichkeit bekannt.</p>
<p>Der wachsende Ruhm ging einher mit einem gesellschaftlichen Aufstieg und zahlreichen öffentlichen Ehrungen. So wurde er zum Mitglied der &#8220;Königlichen Akademie der Künste&#8221; gewählt, erhielt mehrere Orden, darunter 1898 den Schwarzen Adlerorden (der höchste preußische Orden), mit dem der erbliche Adel verbunden war. Menzel stand diesen Ehrungen zunehmend skeptisch gegenüber. Er sah sich vielmehr als Künstler, der mit seinem Wirken der Nachwelt etwas Bleibendes hinterlassen wollte.</p>
<blockquote><p><em>Alle Kunst ist zugleich auch Handwerk, was bitter erlernt werden muss.</em></p></blockquote>
<p>Menzel war der bedeutendste Realist des 19. Jahrhunderts. Man versteht darunter – im Gegensatz zum verklärenden Idealismus – eine Malerei, die die vorgefundene Wirklichkeit abbildet. Für Menzel war die realitätsgetreue Darstellung auch kleinster Details ein wichtiges Anliegen.</p>
<p><a href="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/06/Friedrich_der_Grosse_von_Adolph_von_Menzel.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-19958" title="Friedrich_der_Grosse_von_Adolph_von_Menzel" src="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/06/Friedrich_der_Grosse_von_Adolph_von_Menzel.jpg" alt="" width="550" height="686" /></a></p>
<p>Die folgende Anekdote notierte Hans Holtorf in seiner Autobiografie:</p>
<blockquote><p><em>Der Maler Adolph Menzel bestellte sich eines Tages in einem Speisehaus einen Pfannkuchen. Als dieser nun kam, schön braun und kross und in reichlichem Fett gebraten, machte der Alte sich keineswegs sofort über ihn her, sondern &#8211; er zeichnete ihn. Als er damit fertig war, war der Pfannkuchen kalt und das Fett stockig. Menzel zahlte und ging, ohne das Gericht gegessen zu haben. &#8211; So sind sie, die Künstler! Sie sehen das Leben, finden es schön in all seinen Gestalten, sogar in der eines Pfannkuchens, zeichnen es und gehen ihres Weges. Außerhalb Preußens vergessen sie womöglich gar noch zu bezahlen.</em></p></blockquote>
<p>Darüber hinaus weist aber besonders das Werk seiner reiferen Jahre eine Reihe von charakteristischen Stilmerkmalen auf. Klar und streng wirft sein Stift die großen Gestalten Preußens aufs Blatt. Als ob ihn magischer Bann bezwinge, vertieft er sich in Friedrich den Großen, zeichnet ihn hundertmal, kerbt ihn in Holz, malt ihn in großen Bildern, spürt mit dem Stift seinen königlichen Geheimnis nach.</p>
<p>Am 9. Februar 1905 starb Adolph Menzel. Sein Ende hatte er kommen sehen. Am Neujahrstag 1905 sandte er an Kaiser Wilhelm II. den Gruß:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die letzte Stunde ist vor der Tür! Schütze der Himmel Eure Majestät und Ihr ganzes Haus und unser Deutsches Vaterland!&#8221;</em></p></blockquote>
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		<title>Bettina von Arnim</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 06:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Mark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Achim von Armin]]></category>
		<category><![CDATA[Catharina Elisabeth Ludovica Magdalena Brentano]]></category>
		<category><![CDATA[Dichterin]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Wolfgang von Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufmannsfamilie]]></category>
		<category><![CDATA[Komponistin]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftstellerin]]></category>
		<category><![CDATA[Wiepersdorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Catharina Elisabeth Ludovica Magdalena Brentano wurde am 04. April 1785 in Frankfurt am Main geboren. Bettina, wie sie von ihren Freunden und ihrer Familie genannt wurde, war das siebte von... <a class="meta-more" href="http://www.mupinfo.de/?p=19960">weiterlesen <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Catharina Elisabeth Ludovica Magdalena Brentano wurde am 04. April 1785 in Frankfurt am Main geboren. Bettina, wie sie von ihren Freunden und ihrer Familie genannt wurde, war das siebte von zwölf Kindern. Sie stammte aus einer Kaufmannsfamilie. Als Bettina acht Jahre alt ist, stirbt ihre Mutter. Der Vater schickt sie mit ihren Schwestern in ein Kloster. Nur drei Jahre später verliert sie dann auch den geliebten Vater. Die Mädchen kehren nach Frankfurt zurück, wo sie von der Großmutter Sophie erzogen werden.</p>
<div id="attachment_19987" class="wp-caption aligncenter" style="width: 569px"><a href="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2013/01/559px-Bettina-von-arnim-grimm.jpg"><img class="size-full wp-image-19987" title="559px-Bettina-von-arnim-grimm" src="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2013/01/559px-Bettina-von-arnim-grimm.jpg" alt="Bettina von Arnim | Quelle: Wikipedia" width="559" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Bettina von Arnim | Quelle: Wikipedia</p></div>
<p>Nach dem Freitod einer engen Freundin empfiehlt ihr Bruder Clemens eine Lektüre Goethes, um die Trauer um die Freundin zu überwinden. Sofort war die junge Dame von Goethes Werk begeistert. Sie nimmt Kontakt mit dem Dichter auf. In Weimar kommt es dann zu einem Treffen der beiden. Es begann ein Briefwechsel zwischen ihnen, der nach Goethes Tod unter dem Titel &#8220;Goethes Briefwechsel mit einem Kinde&#8221; berühmt wurde.</p>
<p>Achim von Arnim, ein Freund ihres Bruders, wirbt um Bettina. Sie heiraten am 11. März 1811 in aller Verschwiegenheit und bekommen sieben Kinder. Bis zu seinem plötzlichen Tod 1831 waren die Arnims zwanzig Jahre verheiratet. Bettina setzt sich nun verstärkt für Menschen in Not ein. Ihr Kampf geht gegen jede Art von Unterdrückung. Ihre Sympathie gilt unterschiedslos allem Verfolgten und Leidenden.</p>
<blockquote><p><em>Alles mag man fürchten, nur nicht, was man bekämpft.</em></p></blockquote>
<p>Bettina von Arnim war eine vielseitig begabte Frau. Sie schrieb, dichtete, zeichnete und komponierte. Sie war leidenschaftlich und kreativ. Sie ist ein Beispiel für eine mutige Frau, die mit ihrer Begabung Einfluss auf ihre Umwelt nehmen konnte.</p>
<blockquote><p><em>Selbstdenken ist der höchste Mut. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.</em></p></blockquote>
<p>Sie erkannte die Missstände ihrer Zeit. Ihr Gefühl für soziale und politische Nöte ist wach und stark, aber keiner Disziplinierung unterworfen.</p>
<blockquote><p><em>Wer ist des Staates Untertan? Der Arme ists!- Nicht der Reiche auch?- Nein, denn seine Basis ist Selbstbesitz und seine Überzeugung, daß er nur sich angehöre!- Den Armen fesseln die Schwäche, die gebundenen Kräfte an seine Stelle.– Die Unersättlichkeit, der Hochmut, die Usurpation fesseln den Reichen an die seine. Sollten die gerechten Ansprüche des Armen anerkannt werden, dann wird er mit unzerreißbaren Banden der Blutsverwandtschaft am Vaterlandsboden hängen, der seine Kräfte der Selbsterhaltung weckt und nährt, denn die Armen sind ein gemeinsam Volk, aber die Reichen sind nicht ein gemeinsam Volk, da ist jeder für sich und nur dann sind sie gemeinsam, wenn sie eine Beute teilen auf Kosten des Volkes.</em></p></blockquote>
<p>Im Jahre 1854 erlitt Bettina von Arnim einen Schlaganfall, von dem sie sich nur allmählich erholte. Am 20. Januar 1859 starb sie im Kreise ihrer Familie. Sie wurde neben ihrem Mann an der Kirche von Wiepersdorf beigesetzt.</p>
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		<title>Kaiser Friedrich II.</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 06:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Mark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich 6.]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann von Salza]]></category>
		<category><![CDATA[Herzog Heinrich des Löwen]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiser Babarossa]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiser Friedrich II]]></category>
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		<category><![CDATA[Reichswappen]]></category>
		<category><![CDATA[Sizilien]]></category>
		<category><![CDATA[Vergiftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Enkel des Kaisers Barbarossa stellte einst dem Hochmeister Hermann von Salza die Vollmacht aus, die dem Orden alle Erwerbungen und Eroberungen im Preußenlande als freien reichsunmittelbaren Besitz übertrug. Damit... <a class="meta-more" href="http://www.mupinfo.de/?p=19968">weiterlesen <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Enkel des Kaisers Barbarossa stellte einst dem Hochmeister Hermann von Salza die Vollmacht aus, die dem Orden alle Erwerbungen und Eroberungen im Preußenlande als freien reichsunmittelbaren Besitz übertrug. Damit legte er unbewusst den Grundstein zu einem neuen Staatsgebilde – der schwarze Adler auf Preußens Fahnen und im Wappen des Deutschen Reiches stammt aus dem Reichswappen dieses Kaisers.</p>
<div id="attachment_22958" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a href="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/12/friedrich_ii.jpg"><img class="size-full wp-image-22958" title="friedrich_ii" src="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/12/friedrich_ii.jpg" alt="" width="350" height="502" /></a><p class="wp-caption-text">Friedrich II. mit seinem Falken | Quelle: Wikipedia</p></div>
<p>1194 wurde er als Sohn Heinrichs 6. in Italien geboren und wuchs am sizilianischen Hof in Palermo auf. Sein Vater starb früh und überließ seinem Sohn einen Staat, der nicht fest gefügt war und in dem es viele Kräfte gab, die nach Selbstständigkeit und Macht drängten und das Reich zu zersprengen drohten.</p>
<p>Als Zweijähriger war Friedrich von seinem Vater zum deutschen König ernannt worden, musste aber später auf die deutsche Krone verzichten, und sich nach dem Willen seiner Mutter zum sizilianischen König krönen lassen.</p>
<p>Inzwischen war Otto IV., ein Sohn des Sachsenherzogs Heinrich des Löwen zum deutschen Kaiser gewählt worden. Als der Welfe Otto IV. aber der Rompolitik nicht mehr folgte, sollte Friedrich II. als Siebzehnjähriger mit Hilfe des Papstes zum deutschen Kaiser erhoben werden. Er setzte sich gegen den Welfen durch und war fortan König von Sizilien und Kaiser von Deutschland.</p>
<p>1237 nahm Friedrich auf dem Hoftag zu Wien die babenbergischen Lande Österreich, Steiermark und Krain ans Reich zurück, die unter Barbarossa ihre Selbstständigkeit erlangt hatten. Als sich die Interessen des Papstes und des Kaisers kreuzten, begann ein langer zersetzender Kampf zwischen Friedrich und Rom. Zweimal wurde Friedrich in Acht und Bann verflucht – aber seine gewaltige Herrscherpersönlichkeit behauptete sich.</p>
<p>Vernachlässigt aber wurde der Kampf jenseits der Alpen – und zuletzt verlor Friedrich auch den Kampf mit Rom. 1250 verstarb er.</p>
<p>Im Jahre 1998 wurde das Grab des Hohenstaufen-Kaiser Friedrich II. in Palermo geöffnet und der Leichnam untersucht. Neben der Untersuchung von DNA-Proben ging es vor allem um die Klärung der Frage, ob der Enkel des Kaisers Barbarossas tatsächlich vergiftet wurde, weil er sich durch erbitterte Gegnerschaft die Päpste zu Feinden gemacht hatte, die ihn als „leibhaftigen Antichrist„ exkommunizierten. Es gab Morddrohungen und Attentatsversuche.</p>
<p>Aber der Kaiser wurde entgegen früheren Annahmen nicht vergiftet. Es wären keine Giftspuren wie etwa Arsen gefunden worden, und die Flecken im Gesicht der Mumie seien eher durch Folgen einer Ruhrerkrankung zu erklären als durch einen Gifttod, sagten die italienischen Experten.</p>
<p>Das Erste Deutsche Reich hatte ein wechselvolles Schicksal: Von 1200 bis 1500 wurde im Osten das spätere Preußen erworben und uraltes Siedlungsland an der Ostsee und im Weichselland eingedeutscht. Beeinträchtig war das Reich stets durch die nach weltlicher Macht strebende Kirche &#8211; ein ständiger Kampf zwischen Kaiser und Papst, Staat und Kirche, Reich und Rom war die Folge.</p>
<p>Unter Barbarossa erstreckte sich das Reich von der Nordsee bis zum Mittelmeer, von Böhmen über den Rhein bis nach Italien. Aber der politische Einfluss der Kirche wurde immer größer &#8211; das Herrschergeschlecht der Habsburger gründete mit den fünf Herzogtümern Deutschlands, sowie Österreich, Böhmen, Schlesien, Brandenburg, Burgund, die Schweiz, die Lombardei, Italien und Spanien eher ein kirchliches Reich und musste zerfallen. Der Osten ging an Polen, Schleswig-Holstein an die Dänen, die Niederlande sagten sich los, die Schweden eroberten Vorpommern, Rügen und Bremen und beherrschten die Mündungen der Oder, der Elbe und der Weser. Schlesien fiel an Böhmen und die Ostseeprovinzen Livland, Estland und Ingermanland gelangten in den Besitz Russlands.</p>
<p>So war das Reich durch Eigensucht, politische Ohnmacht und Ziellosigkeit, Kurzsichtigkeit, Führungsschwäche, Priesterherrschaft, ständische Gegensätze und mangelhafte Bevölkerungspolitik zwischen 1400 und 1800 zerschlagen worden &#8211; 1805 war das Ende des Ersten Deutschen Reiches besiegelt. Die Herrschaft Napoleons begann.</p>
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		<title>Leben im Stasi-Knast</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Dec 2012 11:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MUPINFO Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Neue Studie untersucht systematische Verletzung der Menschenrechte Die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) veröffentlichte im Dezember eine neue Studie, die sich erstmals mit der systematischen Bespitzelung von Häftlingen... <a class="meta-more" href="http://www.mupinfo.de/?p=22873">weiterlesen <span class="meta-nav">&#187;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neue Studie untersucht systematische Verletzung der Menschenrechte </strong></p>
<p>Die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) veröffentlichte im Dezember eine neue Studie, die sich erstmals mit der systematischen Bespitzelung von Häftlingen im Stasi-Knast auseinandersetzt. Die Autoren Jenny Schekahn und Dr. Tobias Wunschik werteten dazu umfangreiche Karteien und Akten der Rostocker Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit aus.</p>
<p>An die 6.000 Menschen durchliefen zwischen 1954 und 1989 das ministeriumseigene Untersuchungsgefängnis in der Schwaanschen Straße bzw. in der August-Bebel-Straße. Während ihrer Haftzeit wurden sie lückenlos überwacht, wozu auch die Bespitzelung durch Mithäftlinge gehörte.</p>
<p><a href="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/12/stasi11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-22874" title="stasi11" src="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/12/stasi11.jpg" alt="" width="475" height="225" /></a></p>
<p>Etwa jeder zehnte Untersuchungshäftling konnte – teilweise durch psychischen Druck oder Versprechung von Hafterleichterungen – von der Stasi angeworben werden. Diese sogenannten Zelleninformatoren sollten ihre Mitgefangenen ausspionieren und ggf. beeinflussen.</p>
<p>Während es in den Anfangsjahren noch zur massiven Ausübung körperlicher Gewalt kam, perfektionierte die Stasi ihr Verhörsystem während der Ära Honecker und setzte zunehmend auf psychologische Methoden. Einzel- und Dunkelhaft oder die Androhung von Zwangsadoptionen der eigenen Kinder waren gängige Mittel, um Geständnisse zu erpressen.</p>
<p>Etwa zwei von drei ehemaligen Häftlingen berichteten später, daß auf sie erheblicher Druck ausgeübt wurde. Viele ehemalige Täter laufen noch heute frei herum oder befinden sich nach wie vor im öffentlichen Dienst. Die Studie <em>„Die Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Rostock“</em> kann <a title="BStU" href="http://www.bstu.bund.de/DE/BundesbeauftragterUndBehoerde/Aktuelles_neu/20121208_haft_rostock.html">hier</a> heruntergeladen werden.</p>
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		<title>Wolfgang Amadeus Mozart</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2012 05:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Mark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Köchel Verzeichnis]]></category>
		<category><![CDATA[Komponist]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 17. Januar 1756 wurde Wolfgang Amadeus Mozart im Fürsterzbistum Salzburg geboren. Er entstammte einer Ehe aus schwerem schwäbischen und leichtem österreichischen Blut. Sein Vater, Hofviolinist von Beruf, musiziert regelmäßig mit seiner ältesten Tochter. So war die Musik von Geburt an fester Bestandteil in Mozarts Leben. Bereits im Alter von vier Jahren fing er an, Klavier zu spielen. Mit fünf Jahren schrieb er bereits seine ersten Stücke und hatte einen ersten öffentlichen Auftritt. Schnell erkannte der Vater, welches Talent in seinem Sohn steckt und suchte nach Wegen, es zu fördern.</p>
<div id="attachment_19992" class="wp-caption aligncenter" style="width: 706px"><a href="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/12/Wolfgang-amadeus-mozart_1.jpg"><img class="size-large wp-image-19992" title="Wolfgang-amadeus-mozart_1" src="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/12/Wolfgang-amadeus-mozart_1-696x1024.jpg" alt="Wolfgang Amadeus Mozart | Quelle: Wikipedia" width="696" height="1024" /></a><p class="wp-caption-text">Wolfgang Amadeus Mozart | Quelle: Wikipedia</p></div>
<p>Mozart war gerade sechs Jahre alt, als er mit seiner Familie auf seine erste Konzertreise ging. Der kleine Junge spielte nicht nur enorm gut Geige und Klavier. Er hatte auch eine sehr freundliche Art, mit welcher er die Herzen der Zuhörer eroberte. Bereits mit zwölf Jahren erhielt er in Wien den ersten Auftrag für eine Oper. Das Werk wurde zwar nicht aufgeführt, fand aber in Fachkreisen viel Anerkennung. Doch auch herbe Rückschläge musste das musikalische Wunderkind bewältigen. Es wird sogar berichtet, dass Musiker seine Stücke sabotierten, indem sie bewusst schlecht spielten.</p>
<blockquote><p><em>Was mich aber am meisten aufrichtet und guten Mutes erhält, ist, dass ich ein ehrlicher Deutscher bin.</em></p></blockquote>
<p>Mozart war insgesamt über zehn Jahre &#8211; beinahe ein Drittel seines Lebens &#8211; auf Reisen, die ihn in zehn Länder des heutigen Europas führten. Eine ersehnte Festanstellung in München, Mannheim und Paris blieb ihm jedoch verwehrt. Erst vier Jahre vor seinem Tode bekam er in Wien eine Festanstellung als Kapellmeister.</p>
<blockquote><p><em>Will mich Deutschland, mein geliebtes Vaterland, worauf ich, wie Sie wissen, stolz bin, nicht aufnehmen, so muss in Gottes Namen Frankreich oder England wieder um einen geschickten Deutschen mehr reich werden, und das zur Schande der deutschen Nation.</em></p></blockquote>
<p>Mit der Uraufführung der Zauberflöte am 30. September 1791 erlebte Mozart seinen letzten umwerfenden Erfolg. In einem Monat ist das Stück 25 mal ausverkauft: Die Zuschauer kommen Stunden vor Vorstellungsbeginn, um sich einen Platz auf den Holzbänken zu sichern. Die Musik Mozarts, die bisher der Oberschicht vorbehalten war, erreicht nun alle Gesellschaftsschichten.</p>
<p>Wenige Wochen später erkrankt der Komponist. Die Ärzte verordnen Aderlass und kalte Umschläge, doch sie können den 35-Jährigen nicht retten. Am 5. Dezember 1791 stirbt Wolfgang Amadeus Mozart in seiner Wohnung. In der Folgezeit wurde eine Vielzahl von vermutlichen Todesursachen genannt. Er selbst war davon überzeugt, vergiftet worden zu sein.</p>
<p>Beigesetzt wurde der größte Komponist seiner Zeit in einem allgemeinen Grab am Sankt Marxer Friedhof. Seine Witwe besuchte das Grab zum ersten Mal erst nach 17 Jahren. 1855 wurde der Standort seines Grabes so gut wie möglich bestimmt und 1859 an der vermuteten Stelle ein Grabmal errichtet.</p>
<p>Mozarts Gesamtwerk umfasst nach heutigem Wissen rund 1.060 Titel. Einige davon sind jedoch verschollen. Mozarts Werke sind im Köchel-Verzeichnis (KV) erfasst, das der Botaniker Ludwig Ritter von Köchel im 19. Jahrhundert zu erstellen begann und das seither immer wieder um neue Funde ergänzt wurde.</p>
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		<title>185.000 Zwangsarbeiter in Hinterpommern</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 20:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus H. Gewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg und Pommern]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Forscher enthüllen schockierende Bilanz nach Kriegsende </strong></p>
<p>Wenn es um das Thema Zwangsarbeit geht, fallen jedem Schüler wohl sofort Hitler und das Dritte Reich ein. In welchem Ausmaß jedoch auch Deutsche nach Kriegsende davon betroffen waren, wird heutzutage leider allzu schnell unter den Tisch gekehrt. Umso erfreulicher ist das Ergebnis einer deutsch-polnischen Fachtagung zu bewerten, welche erstmals auch Zahlen für die Zeit von 1945-1950 lieferte.</p>
<p>Die zweitägige Konferenz, welche noch bis Freitag andauert, findet in den Räumlichkeiten des <a title="Pommersches Landesmuseum" href="http://www.pommersches-landesmuseum.de/">Pommerschen Landesmuseums</a> in Greifswald statt. Dort tauschen sich deutsche und polnische Historiker zum gegenwärtigen Forschungsstand über <em>„Zwangsarbeit in Pommern von 1939 bis 1950“</em>, aber auch künftige Perspektiven und Möglichkeiten zur historischen Bildungsarbeit aus.</p>
<p>Während der Schwerpunkt des ersten Tages – wenig überraschend – auf der NS-Zeit* lag, fand sich im Anschluß dennoch ausreichend Raum, um das Schicksal deutscher Zwangsarbeiter nach 1945 intensiv zu beleuchten. Die Initiative ging in diesem Fall sogar hauptsächlich von polnischen Historikern aus, insbesondere Prof. Jankowiak (Universität Posen) und Dr. Malochak (Universität Stettin), die sich dem Thema wesentlich unverkrampfter und weniger vorbelastet zu nähern scheinen als ihre deutschen Kollegen.</p>
<p>Nach Einschätzung der Experten seien es allein auf dem Gebiet Hinterpommerns mehr als 185.000 Deutsche gewesen, die von polnischen Behörden zur Zwangsarbeit rekrutiert worden waren. Es handelte sich meist um alteingesessene deutsch-pommersche Bevölkerung, deren Arbeitskraft nun unter menschenunwürdigen Bedingungen in sogenannten <em>Polnischen Landwirtschaftlichen Betrieben</em>, aber auch in der Industrie (z. B. erfolgte die Demontage der Hydrierwerke <a title="Enklave Pölitz" href="http://lazowski.szczecin.art.pl/police/historia-de.htm">Pölitz</a> durch deutsche Frauen und Mädchen) ausgebeutet wurde. Erst 1950 war damit Schluß.</p>
<p>Doch auch darüber hinaus wurden noch einmal Zigtausende deutsche Zivilisten zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert. Dabei handelte es sich in den wenigsten Fällen um tatsächliche oder angebliche „Nazis“. Das genaue Ausmaß dieses Verbrechens bleibt leider weiterhin unklar, da die russischen Archive noch immer gesperrt sind.</p>
<p>Für all diese Menschen gab es übrigens zeitlebens keine Entschädigungen. Ein Hohn, wenn man daran denkt, wie freizügig die Bundesregierung in den letzten Jahren immer neue „Opfergruppen“ mit Geldgeschenken bedachte.</p>
<p>Doch darüber braucht man sich keineswegs wundern, schließlich war es Greifswalds Vize-Oberbürgermeister Ulf Dembski (SPD), der in seiner Begrüßungsrede die Zwangsarbeit von 185.000 Deutschen zur Folge eines deutschen Angriffs auf Polen relativierte und rechtfertigte. Mit dieser verkürzten und einseitigen Geschichtsbetrachtung offenbarte der notorische Linksausleger erneut, aus welcher Richtung der Wind im Rathaus weht.</p>
<p>Am Freitag wird die Veranstaltung fortgesetzt. Dann kommen auch noch einmal deutsche und polnische Zeitzeugen zu Wort, um ihre persönliche Erinnerung zu schildern. Zeitgleich findet eine Ausstellung zur <em>„Zwangsarbeit im Ostseeraum“</em> im Lichthof statt.</p>
<p>Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung nicht zwingend erforderlich.</p>
<p>* <em>Von 1939-1945 waren etwa 300.000 Fremd- und Zwangsarbeiter aus 15 Nationen im Gau Pommern beschäftigt, vorwiegend im landwirtschaftlichen Sektor und Stettiner Rüstungsbetrieben.</em></p>
<p><strong>Verweise: </strong></p>
<ul>
<li><a title="Regierung-MV" href="http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/start/index.jsp?&amp;pid=4369&amp;pfreigabe=1">Zwangsarbeit in Pommern: Wir müssen Antworten für die nachwachsende Generation haben</a> (29.11.12)</li>
<li><a title="Zwangsarbeit in Pommern" href="http://www.greifswald.de/fileadmin/ablage/2012-Startseite/DE_Programm_Tagung_Zwangsarbeit_27.11.pdf">Tagungsprogramm</a></li>
</ul>
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		<title>Aus der Mottenkiste: Ehrung für Willy Jesse?</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2012 13:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frithjof Zuehlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rostocker SPD plant Straßenumbenennung<br />
</strong></p>
<p><strong>Rostock. </strong>Die bürgerlichen Antifaschisten haben wieder ein neues Steckenpferd und wollen unbedingt dem längst verblichenen Sozialdemokraten Willy Jesse (1897-1971) posthum zu einer öffentlichen Ehrung in der Hansestadt verhelfen. Sein fragwürdiges Verdienst: er war Nazigegner.</p>
<div id="attachment_22272" class="wp-caption aligncenter" style="width: 485px"><a href="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/10/ehrenburgstrassehro1.jpg"><img class="size-full wp-image-22272" title="ehrenburgstrassehro1" src="http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/10/ehrenburgstrassehro1.jpg" alt="" width="475" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">Kein Problem mit zweifelhaften Straßennamen: in Rostock-Toitenwinkel erinnert bereits eine Straße an Stalins Chefpropagandisten</p></div>
<p>Jesse wurde 1897 ins kleinbürgerliche, sozialdemokratische Milieu hineingeboren. Er wuchs in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt auf und betrieb dort später ein Lebensmittelgeschäft im Barnstorfer Weg. Dieser Laden sollte sich noch zur Schaltzentrale illegaler Aktivitäten der SPD entwickeln.</p>
<p>Außerdem stieg Jesse in den frühen Dreißigern rasch die innerparteiliche Karriereleiter auf und zog 1932 in den Landtag ein. Aus dieser Zeit stammen auch seine glänzenden Kontakte zu hochrangigen Parteifunktionären wie Julius Leber (Lübeck), dessen Verbindungsmann nach Mecklenburg er in der Folgezeit wurde.</p>
<p>Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten nutzte er seine weitreichenden Kontakte, um mehrere gesuchte Genossen nach Dänemark auszuschleusen. Gerade aus Lebers Gefolgschaft waren nämlich etliche, auch führende Sozialdemokraten, in die Morde an den beiden Nationalsozialisten Willi Meinen (1909-1933) und Rudolf Brügmann (1909-1933) verwickelt.<sup>1</sup> Kein Wunder, daß da so manch einer kalte Füße bekam.</p>
<p>Später verschwand auch Jesse im schwedischen Exil und tauchte erst nach Kriegsende wieder in Rostock auf. Aus nicht näher beschriebenen Umständen, wahrscheinlich ist jedoch eine ablehnende Haltung zur angestrebten Einheitsfront aus SPD und KPD in der Sowjetzone, geriet er dann ins Visier des sowjetischen Geheimdienstes NKWD, der ihn, wie zigtausend andere Deutsche auch, verschleppte. Erst 1954 wurde er aus einem sibirischen Arbeitslager in die Heimat entlassen.</p>
<p>Sein letzter Aufenthalt in Rostock währte hingegen nur kurz, denn schon bald setzte sich Jesse in den Westen ab und schlüpfte dort in den Versorgungsstrukturen der Bonner Nachkriegs-SPD unter. Er verstarb schließlich 1971.</p>
<p>Erst Jahre später wurde er wieder aus der Versenkung gebuddelt, als die Historikerin Grit Stunnack (43) ihm ihre Magisterarbeit widmete.<sup>2</sup> Schließlich war es der in Hamburg lebende Sohn des ersten Rostocker Nachkriegsbürgermeisters Albert Schulz (1885-1974), eines engen Freundes Jesses, der das Thema neu auf die Agenda brachte und sich wortgewaltig für eine öffentliche Ehrung stark machte.</p>
<p>In der Rostocker SPD wird nun abgewogen, ob man gleich einen Antrag für eine  Straßenumbenennung einbringen möchte, oder ob man es erst einmal bei einer Gedenktafel beläßt. Größerer Widerstand dürfte – angesichts des totalitären <em>Kampfes gegen Rechts</em> – allerdings nicht zu erwarten sein.</p>
<blockquote><p><sup>1</sup> &#8211; In diesem Zusammenhang soll damals selbst gegen den späteren SPD-Bundeskanzler Willy Brandt (eigentlich Herbert Frahm) ermittelt worden sein. In den 70ern tauchten Briefe auf, die ihn als wahrscheinlichen Mörder belasteten.</p>
<p><sup>2</sup> &#8211; Grit Stunnack „Willy Jesse – eine Biographie“ (Magisterarbeit, Rostock, 1997)</p></blockquote>
<p><strong>Verweis:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Ostseezeitung" href="http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?param=news&amp;id=3591218" class="broken_link">Rostock will an Willy Jesse erinnern</a> (OZ, 27.10.12)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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